Didaktisches Coaching
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Lautes Denken

... gilt als besonderer psychologischer Kunstgriff, wenn es darauf ankommt, das zur Sprache kommen zu lassen, was eine Person wirklich im Kopf hatte, als sie sich so und so verhielt. Doch evoziert die Frage Was ging Ihnen denn da an diesem Punkt durch den Kopf? kein Protokoll irgendeines inneren Zustands der Person, sondern provoziert nichts mehr, aber auch nichts weniger als ein ausdrückliches Zur-Sprache-Bringen dessen, was man zuvor wie selbstverständlich getan, beabsichtigt, gekonnt und gewußt hat. Das Laute Denken regt so zu einem tieferen begrifflichen Verständnis der eigenen Praxis an.

Die Situation des Lauten Denkens hat eine diskursive Struktur: die Person gibt keinen Bericht über (zurückliegende) Innenweltzustände ab. Sie artikuliert sich in der Sprache der Beschreibung ihrer Handlungen und Äußerungen, der Gründe und der Ursachen.

Lautes Denken im Rahmen eines Beratungsgesprächs hat keinen anderen Sinn als den, die didaktisch handelnde Person zu einem für sie selbst durchdachteren, rationaleren Verständnis ihres Tuns anzuregen. Rationaler insoweit, als sie sprachlich verständlicher und sachverständiger mit ihren Intentionen umzugehen weiß.

Wo wäre beim Lauten Denken retrospektiv und prospektiv anzusetzen? Sicher, da haben die Psychologen selbstverständlich Recht, bei jenen Problemen, die der Unterrichtenden im Nachhinein besonders stark durch den Kopf gehen: Also, an der Stelle da, da hat es irgendwie geklemmt. Der große Vorteil dieser Technik der Vergegenwärtigung: es geht ein wenig selbstdistanzierter zu; geeignete Rahmenbedingungen des Beratungsgesprächs vorausgesetzt...