Didaktisches Coaching
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Unterrichtsgespräche
 
... stellen einen wichtigen Bereich des didaktischen Handelns dar: Was etwa heißt es, sie erfolgreich zu führen? An welches Konzept didaktischer Kommunikation sollte man sich dabei vernünftigerweise halten? Und welcher Theorie insbesondere sprachlicher Kommunikation unter den besonderen systemischen Bedingungen des Unterrichtens sollte die didaktische Kommunikation entsprechen? Wie, zum Beispiel, steuert man, wie strukturiert man ein Unterrichtsgespräch zur Interpretation von Kleists Novellen in der gymnasialen Oberstufe? Oder wie, zum Beispiel, ein Unterrichtsgespräch über Problemlösungsversuche bei der Einführung in die Flächenberechnung zu Beginn der Sekundarstufe I? Geht man dabei problem- oder lerner- oder stoffzentriert vor? (Und sind das, unterrichts- und lernwissenschaftlich gesehen, überhaupt einleuchtende Alternativen?) Wie denn stellt man, wenn man sich denn fürs problembezogene Argumentieren entschieden hat, zum Beispiel einen Bezug zum Problemverständnis der Lernenden her? Fingiert man eine exemplarische Erfahrungssituation? Oder kommt man ihnen mit einem Gedankenexperiment? Besteht man vielleicht auf einer sozusagen unvermittelten Vermittlung des als kanonisch geltendes Unterrichtsstoffes?
 
Wie geht man als Unterrichtende mit den Überraschungen, den Brüchen, den Störungen, mit der Eigendynamik um, die (wie man meint) offene Unterrichtsgespräche auch innerhalb größerer Lernergruppen nun einmal zu haben scheinen? Wie versteht man sie in der Situation, wenn man angemessen damit umgehen können will? Wie erklärt man sie sich, wenn man sie vernünftig beschreiben und einschätzen können will? Und was tragen (alltags)theoretische Analysen und Interpretationen dazu bei?
 
Die theoretisch motivierte Unterscheidung von Situationen, Anlässen, Themen und Formen des Unterrichtsgesprächs, von Typen, Mustern und Regeln mag unser Verständnis der Struktur unterrichtlicher Kommunikation fördern – das Verständnis der Unterrichtsprozesse, die wir gestalten, beobachten, beschreiben und beurteilen aber noch nicht wirklich. Kurz – beim unterrichtsbezogenen Coaching kommt es in dieser Hinsicht auf eine prozessbezogene Begleitung und Beratung an. Man wüsste, als Handelnder oder als Beobachter, als Beteiligter oder als Betroffener eben gerne, wie man sich wechselseitig das komplexe Ineinander von Umständen und Zielen, von Handlungen und Ereignissen, von Absichten und Wirkungen, von Gründen und Ursachen, von Aussagen, Annahmen und Wertungen, von Bedingungen und Folgen einsichtig machen kann; in eben jenen Situationen, auf das man sich als Akteur oder (was ja längst nicht dasselbe ist) als Interpret eingelassen hat.
 
Und wie ist so ein Beratungsgespräch über das Unterrichtsgespräch zu strukturieren? Auf was kommt es dabei an? Wenn man beim Coaching das Ziel verfolgt, eine konstruktive, die Kunst des Unterrichtens fördernde Beratung zu praktizieren, dann wir man bestimmte Methoden für angemessener halten als andere. Methoden, die auf die Kompetenzen und Qualifikationen, die Professionalität der Unterrichtenden fördern – ihr fachdidaktisches und fachliches Wissen eingeschlossen.